Willkommen bei Crispys Filmwelt. Ihr findet euch im Dschungel der Filme und Serien nicht mehr zurecht? Dann seid ihr hier genau richtig. Bei mir findet ihr unterschiedlichste Reviews zu Filmen und Serien.

The Tomorrow War

Regie: Chris McKay

Genre: Action, Science Fiction

Erscheinungsjahr: 2021

Wir befinden uns im Jahr 2022, es ist gerade Weihnachtszeit und Dan Forester (Chris Pratt) feiert gerade mit seiner Frau Lily (Betty Gilpin), seiner Tochter und einigen Freunden. Parallel läuft das aktuelle Fußballspiel der Weltmeisterschaft in Qatar, als das Stadion von gleißend blauem Licht erhellt wird. In der Mitte des Spielfeldes tauchen Soldat*innen auf, die berichten, dass sie aus der Zukunft kommen. Im Jahr 2051 kämpft die Menschheit gegen eine Rasse von außerirdischen Monstern, allerdings sind die kurz davor den Krieg zu verlieren. Sie erhoffen sich jetzt Unterstützung von ihren Vorfahren. So werden im Jahr 2022 Menschen rekrutiert, die im Kampf gegen die Aliens helfen sollen. Zuerst Soldaten, als diese aber langsam ausgehen auch Zivilisten, da die Menschheit kurz vor der Auslöschung steht. Die Menschen werden von der Regierung einfach eingezogen, egal ob es einfache Leute sind, die schon mal eine Waffe abgefeuert haben. Irgendwann trifft es dann auch Dan, wie alle Zeitreisenden soll er für sieben Tage in die Zukunft reisen und wird dann von einem Gerät, dass an seinem Unterarm befestigt wird in seine Zeit zurückbefördert. Dan und seine Einheit stehen nun vor einer schier unbesiegbaren Übermacht von Außerirdischen Monstern.


„The Tomorrow War“ ist die zweite Regiearbeit von Chris McKay, der vorher nur den „Lego Batman Movie“ gemacht hat. Leider fühlt sich der Film auch so an, als hätte der Regisseur noch nicht viele Filme inszeniert. Es werden mehrere verschiedene Handlungen vermischt, aber keine wird richtig auserzählt, sondern alles nur an der Oberfläche angekratzt.


Zum einen haben wir einen Sci-Fi-Kriegsfilm, in dem ein Wissenschaftler mit Kriegserfahrung geben eine Übermacht aus dem All kämpfen muss. Dann erzählt der Film eine Zeitreise-Geschichte, in der die Figuren auf gealterte Bekannte treffen und zu guter letzte die Geschichte über eine Familie, in der der Vater eine Zeitlang verschwindet und danach seiner Tochter wieder näherkommen möchte. Statt sich auf eines dieser Themen zu konzentrieren, wird alles vermischt, nirgendwo wird in die Tiefe gegangen und es entsteht ein schlechter Film.

Der Film bietet nichts Neues, alles hat man irgendwo anders schon mal gesehen. Am schlimmsten ist, dass zu keiner Zeit Spannung aufkommt. Sobald es etwas ernster wird und Spannung aufkommen könnte, durchbricht eine der Figuren dies mit einem „lustigen“ Spruch. Von Anfang an ist und ebenfalls klar, dass Chris Pratt als Held aus der Geschichte hervorgehen wird, so haben wir nie Angst darum, dass ihm, oder anderen sympathischen Figuren etwas Schlimmes passiert. Auf der anderen Seite wissen wir sofort, wer Kanonenfutter ist und als nächsten von den Aliens gefressen wird.

Am schlimmsten an dem Film ist aber, dass Dan in seinem Umfeld genau die Leute hat, die für das Vorankommen der Handlung gerade benötigt werden. So befindet sich der Wissenschaftler Charlie (Sam Richardson) in seiner Einheit, der dem Publikum mehrfach die Handlung erklärt. Irgendwann im Laufe der Geschichte werden dann ein Experte für Vulkane und ein Pilot benötigt und natürlich kennt Dan die passenden Personen. So geht das den ganzen Film, sobald es Schwierigkeiten gibt, gibt es da zufällig jemanden der helfen kann.

Zeitreisen sind für Filme immer ein schwieriges Thema, besonders wenn man sich fragt, ob man die Vergangenheit verändern kann. Der Film erklärt uns die Zeitreisen, durch einen Dialog zwischen den Menschen aus der Zukunft und denen aus der Gegenwart. Die Menschen aus der Gegenwart, stellen genau die Fragen, die man sich als Zuschauer*in auch stellt, diese werden dann aber mit billigen Ausreden beantwortet, die keinen Sinn ergeben, wenn man etwas mehr drüber nachdenkt. Allein wenn man erkennt, dass die Menschen aus der Zukunft im Jahr 2022 keinen Besuch aus dem Jahr 2051 bekommen haben, ergibt der komplette Film keinen Sinn mehr. Der Film bietet einige Paradoxa, auf die der Film keine Antworten liefert. Man muss natürlich erwähnen, dass Zeitreisen in Filmen ein komplexes Thema sind und dass sie nicht immer Sinn ergeben können. Trotzdem muss die Welt in einem Film so glaubwürdig sein, dass Sie in sich Sinn ergibt und das ist bei „The Tomorrow War“ zu keiner Zeit gegeben.

Im Großen und Ganzen fühlt sich der Film, wie ein Michael Bay Film an. Viel Action, wenig nachdenken und ein Haufen Explosionen. Der Film wirkt uninspiriert und unkreativ, als wäre hier ein Film von Marketingleuten gemacht worden, um die Trends mitzunehmen und viel Geld zu machen. Wir bekommen einen sympathischen Hauptdarsteller wie Chris Pratt, und eine Handlung, die wirkt als wäre sie aus „Avengers Endgame“, „Transformers“ und „The Fast and the Furious“ zusammengestohlen.

Ich bin mir sicher, dass „The Tomorrow War“ auf meiner Liste der schlechtesten Filme 2021 landen wird. Selten habe ich so einen langweiligen Actionfilm gesehen. Ich finde es wirklich schade, da ich Chris Pratt oder Betty Gilpin eigentlich immer sehr gerne sehe, aber hier hatten die beiden ein schlechtes Händchen bei der Auswahl ihrer Rollen. Leider ist der Film keiner von der Sorte, die so schlecht sind, dass sie wieder Spaß machen. Es ist einfach nur frustrierend zu sehen, wie hier Potential verschenkt wurde.

Bewertung: 3 von 10.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: